Fürstbistum Münster/Sitten und Gebräuche
Sitten und Gebräuche
Die prägenden Eigentümlichkeiten von Bevölkerungsgruppen haben sich über Jahrhunderte entwickelt und dabei regional und lokal unterschiedliche und abweichende Regeln hinterlassen. Dies drückte sich bereits in der Rechtssprechung des 16. und 17. Jahrhundert aus, wenn es in Haus- oder Gerichtsprotokollbüchern heißt: "wie es ortsüblich ist". So wurden Bräuche im Jahresablauf gepflegt, beeinflußten Sitten den Lebenslauf, verbanden sprachliche und dichterische Ausdrucksweisen die Menschen, wurden Sagen und Erzählungen weiter gegeben, Eigenarten humoristischen Verständnisses gebildet (auch bei der Anklebung von Familiennamen) und besondere Formen für Hausinschriften gewählt.
Bräuche im Jahreslauf
- Sylvester- und Neujahrsbräuche
- Bräuche der Fastnachtszeit
- Osterbräuche
- Pfingstbräuche
- Maibräuche und Sommerfeste
- Erntebräuche und Herbstkirmes
- Winter- und Weihnachtsbräuche
Sitten im Lebenslauf
- Sitten bei Geburt und Taufe
- Blijköpken = Tasse Kaffee nach geglückter Geburt / dem frohem Ereignis.
- Blijkoffie (maskulin) = Kaffeekränzchen der Nachbarinnen nach geglückter Geburt / frohem Ereignis.
- Verlobungs- und Hochzeitssitten
- Begräbnis- und Totensitten
Volksgut in Sprache und Dichtung
- Wiegen- und Kinderlieder
- Wetter- und Bauernregeln
- Redensarten und Sprichwörter
- Spott- ,Glocken- und Abzählreime
Sagen und Erzählungen
- mit lokalen oder regionalen Bezügen
Hausinschriften
- meist auf Hausbalken (alte Balken in neuen Häusern wieder eingebaut)
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Heimat- Familienforscher eintragen, die auch zu diesem Punkt Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Heimat- und Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Thema anbieten. Nachfragen sind ausschliesslich an den entsprechenden Forscher zu richten.